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Türkisblau-schimmernde thermische Becken, Geysire, blubbernde Schlammtöpfe und eine Vielzahl von Tieren - das verspricht der Yellowstone National Park im US-Bundessaat Wyoming. Von Grizzlys über Bisons bis hin zu Wolfsrudeln kann sich der Park der sagenhaften Ansammlung von Wildtieren der gesamten Lower 48 rühmen. Dazu kommen noch die Hälfte aller Geysire der Welt, der grösste Hochgebirgssee des Landes und eine Fülle von blauen Flüssen und Wasserfällen.

Der Yellowstone National Park wurde 1872 als weltweit erster Nationalpark eingerichtet, um die faszinierende Landschaft und einzigartige Tierwelt zu erhalten. Um den fast 9000km² grossen Park ausgiebig zu erkunden, empfehle ich eine Aufenthaltsdauer von einer Woche und die Anmietung eines Mietwagens oder eines Campers. So lässt sich der «Grand Loop», der auf der Landkarte der Form einer Acht gleicht, bequem abfahren und führt einen zu den spektakulärsten Sehenswürdigkeiten. Gut kombinierbar ist er Park auch mit dem südlich gelegenen Grand-Teton National Park, der mit seinen gezackten Berggipfeln lockt und im Sommer weniger überlaufen ist. Doch auch im Yellowstone kann man den Menschenmassen entkommen, wenn man etwas abseits der gängigen Pfade unterwegs ist. Wer in erster Linie Geysire und heisse Quellen besuchen möchte, dem sei Geyser Country empfohlen. Hier speit «Old Faithful» etwa alle anderthalb Stunden an die 32'000 Liter bis zu 55m in die Höhe. Auf dem angelegten Bohlenweg unweit des Geysirs entdeckt man auch die schönste thermische Besonderheit des Parks: Grand Prismatic Spring. Und ab und an auch einen Bison, der sich von den heissen Dämpfen nicht stören lässt und in den USA nur noch sehr selten in freier Wildbahn zu beobachten ist. Im Park selbst lebt die grösste Herde wild lebender Steppenbisons. Ihr Bestand wird heute auf circa 4000 Exemplare geschätzt.

Auf dem Weg zum Yellowstone Grand Canyon lohnt sich eine Fahrt durchs Hayden Valley. Hier ist die Chance besonders gross, einem Grizzlybären zu begegnen. Mit etwas Glück erspähen Sie Elche, Schwarzbären oder einen Kojoten. Um den Canyon und den Wasserfall zu fotografieren, empfehle ich eine Wanderung zum Artist Point. Hier lässt sich der Wasserfall besonders schön ablichten.

 

Ganz im Norden lockt eine weitere thermische Sensation: die Mammoth Hot Springs. Am nördlichsten Ort des Nationalparks, nahe dem nördlichen Eingang und unmittelbar an der Grenze zum US-Bundesstaat Montana gelegen, lassen heisse Quellen ihr warmes Wasser von circa 70 °Celsius über die Terrassen gleiten. Das Wasser enthält überdurchschnittlich hohe Kalk- und Mineralienanteile, die am Quellaustritt ausfallen und sich in Form von Terrassen ablagern. Auch hier wurden Bohlenwege angelegt, um die einzigartige Landschaft zu entdecken. Und falls Sie noch mehr Lust verspüren, sich aktiv zu verausgaben - wie wär’s mit einer Kayaktour oder einer geführten Tour zum Fischen? Die unzähligen Bäche, Flüsse und Seen in traumhafter Landschaft laden regelrecht dazu ein.

Der Park lässt sich übrigens auch gut mit einer grösseren Rundreise durch den Westen Kanadas und den Städten Vancouver, den Nationalparks Banff und Jasper sowie Calgary verbinden. (Oder mit einer Rundreise durch den Westen der USA, wobei die lange Anfahrt nicht zu unterschätzen ist.)


So kommen Sie hin:
mit Swiss und United über Chicago nach Jackson Hole

So kommen Sie herum:
mit Camper (www.cu-camper.com) oder Mietwagen

Wie lange soll ich hin:
ab 7 Tage... mit Kanada – oder USA-Rundreise verbinden

Beste Reisezeit:
Mai bis September

Highlights:
Geysire, Schlammtöpfe, Heisse Quellen, Bären, Bisons

Lecker essen:
Gun Barrel Steak & Game House

Mehr Infos:
www.nps.gov/yell


Impressionen

Aufgezeichnet von Michael Bachmann
Weitere Reisebilder unter www.kissed-by-nature.com